Jeder deutsche Bürger hat das Recht auf einen Vor- und Nachnamen. Den Vornamen suchen die Eltern aus. Der Nachname bzw. Geburtsname ergibt sich aus den Nachnamen der Eltern oder dem gemeinsamen Ehenamen. Dieser kann im Laufe des Lebens wandelbar sein durch Eheschließung, Scheidung oder Wiederheirat.

Bei der Geburt eines Kindes müssen Eltern ohne gemeinsamen Ehenamen nach der Geburt innerhalb eines Monats erklären, ob der Name des Vaters oder der Mutter der Geburtsname des Kindes sein soll. Tragen die Eltern bei der Geburt des Kindes einen gemeinsamen Ehenamen, erhält das Kind automatisch diesen Namen als Geburtsnamen. Doppelnamen sind ausgeschlossen.

Bei Eheschließung können die beiden Eheleute frei wählen, ob sie einen gemeinsamen Ehename bzw. Familienname tragen wollen oder jeder seinen eigenen behält. Sofern sie sich nicht entscheiden, führt jeder seinen bisherigen Namen nach Schließung der Ehe weiter. Wenn der gewählte Ehename kein Doppelname ist, kann ein Ehepartner seinen nicht verwendeten Geburtsnamen an den Ehenamen koppeln. Alternativ zum Geburtsnamen kann ein Partner auch seinen „alten“ angeheirateten Namen als Ehenamen mit in eine neue Ehe nehmen.

Geschiedene Ehegatten haben wieder die Wahl: sie können entweder Ihren Ehenamen behalten oder den Geburtsnamen annehmen. Die dritte Möglichkeit ist eine Kombination aus bisherigem Ehenamen und Geburtsname.